Giancarlo Fisichella war Kart-Vizemeister bevor er sich 1991 seinem ersten Rennteam, Formula Alfa Boxer, anschloss. Danach war er drei Saisons in der italienschen Formel 3 für RC Motorsport unterwegs. 1993 wurde er Gesamt-Zweiter und 1994 holte er sich den Titel. Im gleichen Jahr gewann er auch das Formel-3-Rennen in Monaco und einen der beiden Läufe beim Einladungsrennen in Macau.
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Sein Wechsel in die internationale Tourenwagen Meisterschaft als Fahrer bei Alfa Romeo 1995 und 96 bedeutete nicht, dass seine Zuneigung zu den Formel-Rennwägen kleiner geworden war. So feierte er 1996 sein Formel-1-Debüt im Minardi, bis er von Giovanni Lavaggi ersetzt wurde. Nach seinem Wechsel zu Jordan 1997 blühte Fisichella auf und holte den zweiten Platz in Belgien. Den Deutschland Grand Prix führte er sogar an bevor er mit mechanischen Problemen aufgeben musste. Nachdem er die Saison als Achter in der Fahrerwertung beendet hatte wechselte er 1998 zu Benetton, wo er seine erste Pole Position erreichte und zwei zweite Plätze einfuhr. Das Jahr beendete er mit 16 Punkten auf Rang neun.
Der Italiener schien einer der aufstrebenden Stars in der Formel zu sein, aber die Saison 1999 entwickelte sich nicht so, wie sich Fisichella das erhofft hatte. Nachdem er mit 13 Punkten wieder Neunter in der WM geworden war hoffte er auf eine Wende im Jahr 2000, die sich aber nicht einstellte.
2001 fuhr er dann an der Seite von Jenson Button, nachdem sein langzeitiger Partner Alexander Wurz seinen Platz verloren hatte. Ende des Jahres 2000 hatte Teamchef Flavio Briatore angekündigt, dass Fisichella 2002, nachdem das Team zu Renault gewechselt war, nicht mehr für das Team fahren werde.
Nachdem er 2001 ein schlechtes Jahr erlebte tauschte der Italiener mit seinem Landsmann Jarno Trulli die Plätze und ging wieder zu Jordan, wo er 2002 an der Seite von Takuma Sato fuhr. Es war nicht die Saison, auf die Fisichella gehofft hatte und am Ende hatte er gerade einmal sieben Punkte auf dem Konto, die er durch drei fünfte und einen sechsten Platz geholt hatte. Mit dem Ford-Motor im EJ13 hoffte der Italiener auf eine viel bessere Saison 2003.
Aber 2003 wurde eine der schwierigsten Saisons für Fisichella, auch wenn er in Brasilien sein erstes Rennen gewann. Seine Motivation ließ nach, da er einen Jordan fahren musste, der weder bei der Leistung noch bei der Zuverlässigkeit überzeugen konnte. 2004 wartete für Fisichella eine neue Herausforderung bei Sauber Petronas.
Der elfte Platz in der Meisterschaft war für Fisichella 2004 vielleicht kein Traumresultat, aber neun Punkteplatzierungen waren schon eine gute Leistung. Das Problem für Fisichella war die Unfähigkeit des Teams, den Bridgestone bereiften C23 im Qualifying gut zum Laufen zu bringen. Daher startete der Italiener oft weit hinten im Feld und entschied sich viel Benzin mitzunehmen, um damit im späteren Rennverlauf Plätze gut zu machen. Es war nicht aufregend, hat für Fisichella aber gut funktioniert.
2005 fand sich der Italiener mit einem Zweijahres-Vertrag wieder bei Renault. Seine Saison erlebte einen Traumstart, als er in Australien die Pole Position und den Rennsieg holte. Zu seinem Leidwesen war das das Highlight einer schweren Saison. Während sein Teamkollege Fernando Alonso sich den WM-Titel holte und Renault Konstrukteurs-Weltmeister wurde, schaffte es Fisichella nach seinem Sieg in Melbourne nur noch zwei Mal auf das Podium.
Nachdem Alonso die ganze Saison schneller war als er, musste Fisichella die Dinge 2006 umdrehen. Aber es lief fast wieder wie im Vorjahr, auch wenn er in Malaysia einen Sieg früh in der Saison feiern konnte. Alonso kämpfte sich zum Titel, während Fisichella nicht in der Lage war, das hohe Tempo seines Teamkollegen mitzugehen. Der vierte Platz in der Weltmeisterschaft war kein großartiges Resultat, aber da Teamkollege Alonso zu McLaren abwandert, hat Flavio Briatore Fisichella 2007 für ein weiteres Jahr verpflichtet und Testfahrer Heikki Kovalainen zum Einsatzfahrer befördert, der neben Fisichella an den Start gehen wird.