Kimi Räikkönen verdiente sich seine ersten Sporen bei nationalen und internationalen Kartrennen, wo er ab dem Alter von zehn teilnahm, bevor er 1999 begann, Autorennen zu fahren. Dort war er vier Rennen für Haywood Racing unterwegs, wobei er im ersten Rennen Dritter wurde und in den anderen drei wegen technischen Problemen aufgeben musste. Er fuhr auch im Formel Ford Euro Cup, wo er am Ende Fünfter wurde. Bei seinem letzten Auftritt beim Formula Ford Festival wurde er leider aus dem Wettbewerb gedrängt. Er unterschrieb bei Manor Motor Sport, wo er vier von vier Rennen gewann, um die Formel Renault Winter Serie zu gewinnen.
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Er blieb im Jahr 2000 bei Manor und trat in der britischen Renault Championship an, wo er den Titel recht einfach gewann. Er siegte in sieben von zehn Rennen, stand bei jedem Rennen auf dem Podium und holte sieben Pole Positions sowie sechs schnellste Runden. Im gleichen Jahr fuhr er auch in der Formel Renault, wo er zwei Siege, zwei Poles und zwei schnellste Runden holte. Von den 23 Rennen, bei denen er antrat, gewann er 13, was Teamchef Peter Sauber aufmerksam werden ließ.
2001 feierte er dann sein Formel-1-Debüt für das schweizerische Team, nachdem er nur 23 Rennen bestritten hatte, wovon keines in der F3 oder der F3000 war. Die FIA gab ihm aber die notwendige Superlizenz, weil er sehr viel versprechende Leistungen bei Tests gezeigt hatte. Das erste Mal, dass Räikkönen in einem Formel-1-Auto saß, war im September 2000 und drei Monate später folgten weitere Sessions in Jerez und Barcelona.
In seiner Debüt-Saison zeigte er einige ausgezeichnete Leistungen und verhalf dem Team zu seiner besten Platzierung - Platz vier in der Konstrukteurs-Meisterschaft. Trotz einiger negativer Kommentare über seinen Einstieg von anderen Teams blieben seine guten Fahrten nicht unbemerkt und er wurde von McLaren verpflichtet, um den Platz des zurückgetretenen zweifachen Weltmeisters Mika Häkkinen einzunehmen.
Räikkönen zeigte 2002 einige sehr gute Leistungen und schlug seinen erfahrenen Teamkollegen David Coulthard in mehreren Qualifyings. Er kam auch seinem ersten Grand Prix Sieg sehr nahe.
2003 bestätigte Räikkönen sein Potential. Er gewann in Malaysia sein erstes Rennen und kämpfte bis zum letzten Rennen gegen Michael Schumacher um den WM-Titel. 2004 hielt für den Finnen viele Versprechungen parat, aber leider war es eine Saison mit wenigen Höhepunkten.
Das Team begann die Saison mit dem neuen MP4-19 Chassis und recht bald musste man akzeptieren, dass das Auto einfach nicht konkurrenzfähig war. Nachdem Räikkönen früh in der Saison Rennen um Rennen mit mechanischen Problemen aufgeben musste, war sein Verlust an Motivation klar zu erkennen und auch verständlich. Ab Mitte der Saison war Räikkönen dann mit einer viel besseren B-Spezifikation als Chassis ausgerüstet und er legte wieder zu und kam wieder regelmäßig in die Punkte. Mit einem schwachen Jahr von David Coulthard und der miserablen Zuverlässigkeit zu Beginn der Saison reichte es am Ende des Jahres für Räikkönen nur zu Platz sieben in der Weltmeisterschaft und zu einem Sieg, den er in Spa Francorchamps errang.
2005 war dann das komplette Gegenteil für Räikkönen und McLaren Mercedes. Räikkönen mag zwar den Titelkampf gegen Fernando Alonso verloren haben, aber er hatte eine atemberaubende Saison, die nur durch ein paar Zuverlässigkeitsprobleme bei Mercedes getrübt wurde. Räikkönen stach seinen Teamkollegen Juan Pablo Montoya aus, gewann sieben Rennen und machte auf der Strecke nicht einen entscheidenden Fehler.
Der Finne blieb 2006 bei McLaren, in der Hoffnung, dass der positive Schwung anhalten würde und er um den Titel mitfahren könne. Es wurde aber wieder eine schwierige Saison, in der Räikkönen keinen Sieg holen konnte. Er war aber wieder klar besser als Montoya, der das Team zur Mitte der Saison verließ. Wenn es das Material zuließ, war Räikkönen so schnell wie eh und je.
2007 wird für Räikkönen alles anders, da er den Platz des zurückgetretenen Michael Schumacher bei Ferrari einnimmt. Es ist schwierig Schumacher nachzufolgen, aber wie Räikkönen 2002 bewies, hat er keine Angst vor Herausforderungen.