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Geburtstag : 27/08/1976
Geburtsort : Queenbayan
Land : Australien
Familienstand : Engaged

Größe : 184 cm
Gewicht : 74 kg
Siege : 0
Punkte : 79
GP-Teilnahmen : 104
Pole Positions : 0
Podien : 2
Erster GP : 2002 (Melbourne)
Bestes Ergebnis : : 3
WM-Position 2006 : 14
WM-Position 2007 : 12
Team : REDBULL
-- 2 2 4 2 5 -- 3 --
-- -- -- 1 1 -- 1 -- --
P. 11/22





Mark Webber war der erste Australier seit David Brabham, der in der Formel 1 fuhr, als er bei seinem Heimrennen im Albert Park von Melbourne 2002 sein Debüt feierte.

Webber war gerade erst 18 geworden, als er Australien Ende 1995 verließ nachdem er Kart und in der australischen Formel Ford gefahren war. Ein beeindruckendes Debüt, bei dem er 1995 beim Formel Ford Festival in Brands Hatch Dritter geworden war, veranlasste das bekannte Van Diemen Formel Ford Team (das bereits Ayrton Senna und Eddie Irvine unter seinen Fittichen hatte), ihn für die britische Meisterschaft 1996 zu verpflichten. Webber holte den Vize-Titel und holte sich einen souveränen Sieg beim Formel Ford Festival 1996 - ein jährlicher Event mit einer beeindruckenden Liste an vergangenen Siegern, wie Johnny Herbert und Eddie Irvine.

Nach seinem Erfolg in der britischen Formel Ford stieg Webber 1997 in die britische Formel 3 auf, wo er für das Team seines Landsmannes Alan Docking fuhr. Er beendete die Meisterschaft als Vierter obwohl er Probleme hatte, das notwendige Budget aufzutreiben und beinahe zur Mitte der Saison aufhören musste, als ihm das Geld ausging. Doch die australische Rugby Legende David Campese eilte zur Rettung und finanzierte persönlich die nächsten Rennen, in denen er weiter gute Resultate einfuhr. Es dauerte nicht lange bis seine starken Auftritte in der britischen Serie und auch bei internationalen F3-Veranstaltungen die Aufmerksamkeit von Mercedes Sportchef Norbert Haug erregten, der Webber dazu einlud, für das AMG Sportwagen Team zu testen.

Der Test war ein großer Erfolg und Webber unterschrieb beim Team, um 1998 in der FIA GT Meisterschaft mit Bernd Schneider anzutreten. Unter der Führung von Mercedes entwickelte sich Webber rasch weiter und er genoss es im Alter von 20 mit einem großen Hersteller in einer Rennumgebung zu arbeiten.

Die Saison 1998 war für ihn erinnerungswürdig, da er ein riesiges Testprogramm hatte und eine Meisterschaft mit zehn Rennen bestritt, die ihn in die USA, nach Japan und Europa brachte. Die Kombination Webber/Schneider holte sich fünf Siege, aber der Titel wurde ihnen von ihren Teamkollegen Klaus Ludwig und Ricardo Zonta weggeschnappt. Webber bekam 1999 sein eigenes Auto, aber seine Liebe zu den Sportwagen fand ein verfrühtes Ende, als er beim 24 Stunden Rennen in Le Mans 1999 in zwei spektakuläre Hochgeschwindigkeits-Unfälle verwickelt war. Ein Fehler in der Aerodynamik des Mercedes führte dazu, dass die Autos von Webber und Peter Drumbeck einen Salto fabrizierten, weswegen Mercedes sein verbliebenes Auto aus dem Rennen zurückzog und die Sportwagen-Saison 1999 vorzeitig verließ.

Obwohl er damit für das restliche Jahr außer Gefecht war, setzte Webber alles daran, seine Einsitzer-Karriere in der folgenden Saison wieder in Gang zu bekommen. Er begann, auf ein Cockpit bei Paul Stoddarts European Formula Racing Team in der internationalen Formel 3000 Meisterschaft hinzuarbeiten, nachdem Eddie Jordan ihn mit Stoddart bekannt gemacht hatte.

Im Jahr 2000 schloss sich, neben den Yellow Pages, Fosters Webber als persönlicher Sponsor an, während Webber in der internationalen Formel 3000 Meisterschaft unterwegs war. Er holte sich beim zweiten Rennen in Silverstone den Sieg und übernahm damit unerwartet die Führung in der Meisterschaft. Am Ende belegte er den dritten Platz hinter Bruno Junqueira und Nicolas Minassian und war damit der beste Rookie.

Seine Ergebnisse brachten ihm das Interesse des Benetton PlayLife Formel 1 Teams ein und im September 2000 absolvierte er einen erfolgreichen dreitätigen Test in Estoril. In weiterer Folge bekam Webber einen längerfristigen Vertrag. 2001 sollte er demnach für Super Nova Racing in der Formel 3000 fahren und gleichzeitig der offizielle Test- und Reservefahrer des Benetton Formel 1 Teams sein.

2001 holte er dann Siege in Imola, Monaco und Magny Cours und beendete die F3000 als Zweiter, während er zwischen den Rennen ausgiebig für das Formel-1-Team testete und damit zum Leistungsschub am Ende der Saison beitrug. Webber schloss 2002 schließlich seinen langen Weg in die Formel 1 ab, als er sich dem Minardi Rennstall anschloss. In seinem ersten Rennen vor seinen Heimfans, fuhr Webber den PS02 auf den fünften Platz und holte zwei Punkte. Das Publikum war außer sich und diesen Moment dürfte der junge Australier wohl nur schwer vergessen.

Danach gab es 2002 aber keine Punkte mehr, über die er sich freuen konnte. Er zeigte in Monaco aber eine brillante Leistung und die blieb auch nicht unbemerkt - vor allem bei den Teamchefs von Jagaur Racing, die sich Webber schnappten und mit ihm eine Fahrerpaarung mit Antonio Pizzonia bildeten.

2003 hatte der Australier eine gute Saison mit Jaguar und holte 17 der 18 Punkte des Teams und brachte damit seinen Namen in das Rampenlicht der großen Teams. Da er aber noch ein weiteres Jahr an Jaguar gebunden war, war Webber zuversichtlich, dass er 2004 noch mehr würde erreichen können.

Doch das Jahr verlief nicht gut für Webber und Jaguar. Zur Mitte der Saison wurde das Team zum Verkauf angeboten und der Jaguar R5 war nicht der große Schritt nach vorne, auf den das Team gehofft hatte. Dennoch machte Webber über weite Teile der Saison einen soliden Job und zeigte kurze Momente von Brillanz - vor allem im Qualifying. In Malaysia startete Webber auf einem ausgezeichneten zweiten Platz neben Michael Schumacher, aber er drehte sich aus dem Spitzenfeld, was eigentlich ein sehr frustrierendes Jahr passend charakterisierte.

Frank Williams hatte schon länger ein Auge auf Webber geworfen und deswegen war es nicht überraschend, dass er 2005 neben Nick Heidfeld in dem Team mit den BMW-Motoren unterwegs war. Webbers Durchbruch zu den Großen war endlich da, doch 19 Rennen später konnte er wieder nur auf eine schwierige Saison zurückblicken. Webber war in den Qualifyings wieder einmal sehr schnell, aber in den Rennen passierten ihm zu oft Missgeschicke und er holte keine Punkte. Sein Teamkollege Nick Heidfeld war viel konstanter und Webber kam nur einmal auf das Podest. Das war allerdings auch sein erstes Mal und noch dazu gleich in Monaco. Das Jahr beendete er auf dem zehnten Rang in der Fahrerwertung.

Webber blieb 2006 bei Williams und er bekam den Jungstar Nico Rosberg als Teamkollegen. Webber hatte eigentlich die meiste Zeit der Saison die Oberhand, aber es war ein frustrierendes Jahr in einem relativ unzuverlässigen Williams-Cosworth. Das Team kämpfte weiter, aber zur Saisonmitte gab Webber seinen Wechsel zu Red Bull für 2007 bekannt. Webber beendete die Saison als enttäuschender 14.

Nach den schwierigen Jahren, die nun hinter dem Australier liegen, wird im kommenden Jahr die Luft schon etwas dünn. 2007 wird er neben David Coulthard glänzen müssen, wenn er sich beweisen will.



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