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Das erste F1-Rennen in Melbourne fand 1996 statt. Zuvor wurde in Adelaide gefahren. Mit dem Umzug nach Melbourne verband man gleich einen Wechsel an den Beginn des Jahres, bis dahin war Adelaide am Saisonende angesiedelt. Ganz problemlos verlief der Umzug nicht: Naturschützer protestierten gegen das Rennen im Albert Park.
Das Streckenlayout ist flüssig, verläuft im Uhrzeigersinn rund um einen See und bietet eine atemberaubende Kulisse. Die Fahrer, Fans und Mitglieder des F1-Zirkus lieben Melbourne!
Damon Hill belang der Doppelschlag: Sieg beim letzten Rennen in Adelaide 1995 und beim ersten Rennen in Melbourne 1996. Allerdings hing ihm sein neuer Teamkollege Jacques Villeneuve im Getriebe, beinahe hätte dieser sein erstes F1-Rennen auf Anhieb gewonnen...
Im zweiten Jahr sah Villeneuve erneut wie der sichere Sieger aus, doch nach einer überlegenen Qualifying-Vorstellung schied er in der ersten Kurve aus - Eddie Irvine lässt grüßen. Der Sieg ging an David Coulthard, der den ersten McLaren-Triumph seit 1993 einfuhr.
Der Saisonauftakt 1998 ist unvergessen: McLaren dominierte und konnte es sich sogar leisten die Plätze zwischen Coulthard und Häkkinen zu tauschen - ein viel diskutierte Aktion. 1999 gewann Eddie Irvine in Melbourne seinen allerletzten Grand Prix und legte damit, ohne es zu wissen, den Grundstein für seinen Vizeweltmeistertitel. Im Folgejahr gehörte der Sieg ebenfalls Ferrari, diesmal aber Michael Schumacher, der damit seinen ersten Sieg in Melbourne feiern durfte. 2001 wurde das Rennen vom tragischen Tod eines Streckenpostens überschattet, der nach der Kollision zwischen Villeneuve und Ralf Schumacher von einem Reifen getroffen wurde. Der Sieger hieß erneut Michael Schumacher - ebenso 2002. Im gleichen Jahr brachte Mark Webber seine Landsleute zum Jubeln, als er bei seinem Debüt mit Minardi auf Rang 5 fuhr.
Die weiteren Siege holten sich 2003 David Coulthard, 2004 wieder einmal Michael Schumacher und 2005 Giancarlo Fisichella. Dank sintflutartiger Regenfälle im Qualifying gewann der Italiener überlegen vor Rubens Barrichello, der sich von 11 auf 2 vorgearbeitet hatte.
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