In der modernen Formel 1 ist es selten geworden, dass ein neues Team in der Formel 1 auftaucht, das nicht ein bereits existierendes gekauft hat.
Mit der Unterstützung von Hersteller Honda kam Super Aguri 2006 in die Formel 1. Als Teamchef fungierte der ehemalige Zakspeed-, Larousse- und Footwork-Pilot Aguri Suzuki und Daniele Audetto übernahm die Rolle des Managing Direktors.
Die erste Saison bestritt das Team mit einem alten Arrows A23-Chassis, das von einem Honda-Motor angetrieben wurde und Bridgestone-Reifen hatte. Gekauft hatte man das Chassis vom ehemaligen Minardi-Besitzer Paul Stoddart und es unter dem Namen SA05 den Regeln von 2006 angepasst. Zur Mitte der Saison brachte man dann ein stark modifiziertes Design und nannte es SA06, obwohl es im Kern immer noch das Arrows-Chassis von 2002 war.
Als Fahrer konnte einerseits Takuma Sato gewonnen werden, der 2005 ein eher schwieriges Jahr gehabt hatte. Für Super Aguri fuhr er eine gute Saison und sein Selbstvertrauen und auch seine Leistungen wuchsen von Rennen zu Rennen. Das führte zu einer ausgezeichneten Vorstellung beim Saisonfinale in Brasilien, wo er mit dem zehnten Platz das beste Ergebnis des Jahres holen konnte.
Neben Sato war zunächst Yuji Ide im zweiten Auto unterwegs. Doch nach etlichen Fehlern in den ersten Rennen entzog ihm die FIA die Superlizenz. Danach übernahm der ehemalige Renault-Testfahrer Franck Montagny für sieben Rennen das Cockpit. Die letzten sieben Rennen der Saison bestritt dann Sakon Yamamoto.
Nachdem man die erste Saison gut überstanden und auch einige Fortschritte gemacht hat, wird man 2007 wieder mit Takuma Sato an den Start gehen. Als sein Teamkollege konnte der langjährige Honda-Testfahrer Anthony Davidson gewonnen werden, womit man ein erfahrenes und zuverlässiges Fahrer-Duo haben sollte.